Natur erleben verbindet

Mit dem Projekt "Natur erleben verbindet" hat sich der Verband Deutscher Naturparke e.V. die verstärkte Öffnung der Naturparkangebote für Menschen aus sozial benachteiligten Schichten, Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete zum Ziel gemacht. Durch das gemeinsame Naturerleben von Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Bevölkerung soll der Austausch, das gegenseitige Verständnis gefördert und ein gemeinsames Engagement für Natur und Naturschutz unterstützt werden. Das vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) geförderte Projekt wurde vom Naturpark Siebengebirge aufgenommen und Mitte 2018 umgesetzt.

In diesem Kontext wurden zwei durch Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer geleitete Wanderungen, die sich mit der Natur und Kultur im Naturpark befassten, durchgeführt. In Kooperation mit der Begegnungsstätte „Grenzenlos“ aus Königswinter und dem Verein "Natur- und Landschaftsführer für das Siebengebirge/ Rhein-Sieg e.V" wurde insbesondere Flüchtlingen in Königswinter ein besonderes Naturerlebnis ermöglicht.

Bei der ersten Wanderung am 14. Juli 2018 wanderte die 10-köpfige Gruppe von vom Bahnhof Königswinter über den Herrenweg, an einer Streuobstwiese vorbei, über das Mühlental bis zu den Weinbergen in Niederdollendorf. Informationen zu Streuobstwiesen, Mühlen und der Natur des Siebengebirges im Allgemeinen wurden durch den Natur- und Landschaftsführer Toni Lankes sehr anschaulich vermittelt, so dass sich schnell eine vertraute Gesprächsatmosphäre entwickelte. Am Ende waren alle sehr mit der Wanderung zufrieden und verabschiedeten sich herzlich.

Die zweite Wanderung am 25. August 2018 führte von der Margarethenhöhe in Ittenbach über einen alten Pilgerweg zur Burgruine Rosenau und zurück. An der extra für Familien angelegten Wanderung nahmen insgesamt 12 Personen teil. Neben natur- und kulturhistorischen Informationen erzählte die Natur- und Landschaftsführerin Sandra Laute auch über Legenden und Sagen aus dem Siebengebirge. Nach einer sehr geselligen Wanderung waren alle Teilnehmer glücklich, aber auch geschafft.

Auch in Zukunft möchte der Naturpark Siebengebirge Angebote für Menschen aus sozial benachteiligten Schichten, Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete fördern. In diesem Sinne arbeitet man daran mit den Akteuren aus der Region weitere Angebote zu entwickeln.