Naturpark Siebengebirge

Wolkenburg

Drachenfelsstraße 118A
53639 Königswinter

Bevor die Steinbrüche auf der Spitze des Berges aufgetan und damit der Gipfel mitsamt der zerfallenen Burg darauf verschwand, soll er einer der höchsten Berge im Siebengebirge gewesen sein. Daher der Name Wolkenburg. 1118 ließ sie der machtvolle Kölner Erzbischof Friedrich von Schwarzenburg zur Sicherung seines Gebietes im Süden erbauen. Die Burg war der Lieblingsaufenthalt des Erbauers, der hier erlauchte Gäste empfing und der hier oben auch gestorben ist. 1146 fand die Kölner Judengemeinde in ihren Mauern Schutz gegen fanatisierte Massen. Im 15. Jahrhundert verlor die Bergfeste an Bedeutung und wurde wahrscheinlich im Truchseß´schen Krieg 1583/85 zerstört. Das Wolkenburger Latitgestein war im 18. Jahrhundert sehr begehrt, da es sich für die feineren Profilierungen und Bildhauerarbeiten des Barocks hervorragend eignete, so z. B. am Brühler Schloss, am Poppelsdorfer Schloss und am Bonner Rathaus.