Umweltbildung

Studien belegen, dass Naturerlebnisse, Naturerfahrungen und Naturkenntnisse als Voraussetzungen für die Bereitschaft des Menschen gelten, sich rücksichtsvoll gegenüber Natur und Umwelt zu verhalten. Es gilt in diesem Sinne den Wert der Natur und ein Bewusstsein für das eigene Handeln zu vermitteln. Parallel zur gesellschaftlichen Diskussion rund um den Umgang mit der Natur und das Verhalten in dieser, wurde die Bildung für Nachhaltige Entwicklung seit 2018 als Aufgabe der Naturparke im Bundesnaturschutzgesetz verankert.

Durch Umweltbildungsangebote vermitteln Naturparke Informationen und Zusammenhänge sowohl über Lebensräume und deren Tier- und Pflanzenwelt, als auch über Geschichte und Kultur der Region. In Besucherzentren und mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit im Allgemeinen informieren Naturparke über die Region und Themen wie den Erhalt der Biologischen Vielfalt, der nachhaltigen Entwicklung sowie über die Naturparkarbeit an sich. Generell gilt es zusammen mit regionalen Akteuren ein Netzwerk aufzubauen, das das Bewusstsein in der Region fördert.

Die Zusammenarbeit mit Schulen und weiteren öffentlichen Bildungseinrichtungen ist dabei ein gutes Beispiel. Naturparke dienen den Schülern als wichtige außerschulische Lernorte und bieten den Schülern vielfältige Erlebnisse außerhalb des Klassenzimmers, so dass beispielsweise Exkursionen in verschiedene Lebensräume das Interesse an der Natur wecken sollen. In Kooperation mit Naturparkführern und weiteren Partnern (z.B. Landwirten oder Förstern) werden verschiedene Themen rund um die Natur und Kultur aus der Region aufgegriffen und ein gesamtheitliches Bild der Region vermittelt. Neben einmaligen Aktionen können Schulen, aber auch Kindergärten eine langfristige Kooperation mit Naturparken eingehen und als Naturpark-Schulen oder Naturpark-Kitas ausgezeichnet werden. So nehmen die Partner Schulen und Kindergärten Naturpark-Themen dauerhaft und mit hohem Praxisbezug in ihre Arbeit auf.