Naturpark Siebengebirge

Geowanderung G8 - Einsiedlertal

Geowanderung G8 - Einsiedlertal

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Länge: 7 km

Route ist nicht ausgeschildert.

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Interessantes am Weg

Bushaltestelle Ittenbach Margaretenhöhe

Löwenburgerstraße
53639 Königswinter

Drei-Seen-Blick

Lohrbergrundweg
53604 Bad Honnef

Löwenburg

53604 Bad Honnef

Löwenburger Hof

Löwenburger Straße 30
53639 Königswinter

Sophienkapelle Ittenbach

Lahrring 11
53639 Königswinter

Wanderparkplatz Margaretenhöhe

Königswinterer Straße
52639 Königswinter

Burgruine Löwenburg

53604 Bad Honnef

Naturparkhaus Siebengebirge

Löwenburger Straße 2
53639 Königswinter

In früheren Jahrhunderten, in Bad Honnef seit 1753 nachweisbar, wurden im Siebengebirge Erze im Tagebau abgebaut. Dabei hob man Gruben und Schächte aus, die mehrere Meter tief waren. Später wurden dann Schächte ausgehoben, die senkrecht in die Erde führten und über Leitern erschlossen wurden. Abzweigend von diesen Schächten führten dann Stollen unter die Erde, die eine Entwässerung und Belüftung notwendig machten.


Im Siebengebirge sind Kupfer-, Blei-, Zink- und Eisenerze abgebaut worden, allein in Bad Honnef lassen sich über 70 Erzgruben nachweisen. Abbauorte waren: Einsiedlertal, Schmelztal, Brüngsberg und in der Nähe der Servatiuskapelle.


Mit Eisenkeilen trieb man Spalten in die Wände und brach die Erze, die dann mit Schubkarren oder kleinen Transportwagen an die Erdoberfläche befördert wurden. Man trennte die Erzbrocken in Setzwäschen von Verunreinigungen und zerkleinerte sie von Hand in Pochwerken, um an das erzhaltige Gestein zu gelangen.


Die Grube im Einsiedlertal, erst ‚St. Theresia‘ später ‚Glückliche Elise‘ genannt, war von 1753 bis 1815 und von 1847 bis 1868 in Betrieb. In mehreren Stollen, bis zu 38 Meter tief, wurden die Erze gewonnen, in einem Pochwerk zerkleinert und mit Hilfe einer Metallschmelzhütte direkt vor Ort verarbeitet.


Die Besonderheit des Ortes: Relikte der Grube ‚Glückliche Elise‘ sind noch am Eingang zum Einsied-lertal zu sehen. Sowohl der Torbogen, der noch aus der Erde ragt, als auch Reste der Waschanlage und ein Schachteingang, der inmitten eines teichartigen Sumpfgebietes liegt und an einer bläulichen Färbung zu erkennen ist, sind Zeugnisse einer Erzgrube im Einsiedlertal. Es ist anzunehmen, dass es auch Gebäude einer Erzwäsche, Maschinen- und Kesselgebäude gab, die zur Weiterverarbeitung des Erzes gedient und im Schmelztal gestanden haben. Wie fast alles dieser einst blühenden Industrie, sind auch sie im Siebengebirge heute verschwunden.


Infostelle: Bergbauzimmer im
Museum für Rheinbreitbacher Alltagsgeschichte
Hauptstraße 29; 53619 Rheinbreitbach
Fon: 02224.94107; Fax: 02224.941109
E-Mail: heimatverein[a]rheinbreitbach.org
Internet: www.heimatverein-rheinbreitbach.de

Anreise:

Ausgangspunkt - Rundweg: Mitten im Schmelztal liegen Wanderparkplätze, die als Ausgangspunkt für unsere Wanderung genutzt werden können. Hauptparkplatz ist der direkt am Eingang zum Einsiedlertal gelegene Platz, der den direkten Aufstieg zur Löwenburg bietet.


ÖPNV Anbindungen: DB RE8, RB27 bis „Königswinter Hauptbahnhof“ oder Straßenbahnlinie 66 bis „Königswinter Fähre/SEALIFE“
Fußweg ca. 10 Minuten zum Startpunkt