Tourismusachse Nachtigallental über Dechendenkmal Ausgangspunkt

Der Weg durch das Nachtigallental steht für den Versuch, einen alternativen Weg zum Eselsweg auf den Drachenfels anzubieten. Angeregt von Bürgermeister Mirbach wurde er 1861 als „eine schöne schattige Promenade“ angelegt, ermöglicht durch Spenden von Bürgern. Das am Weg liegende Ostermann-Denkmal wurde am 3. Juni 1949 eingeweiht, künstlerische Gestaltung: Franz Josef Krings. Die Initiative ging vom »Männer-Gesang-Verein Gemüthlichkeit 1862 e.V.« aus Königswinter aus. Mit dem Ankauf des Drachenfels durch den preußischen Staat 1836 hatte sich zum ersten Mal der Schutz der bestehenden Natur gegenüber einer ökonomischen Nutzung durchgesetzt. 1922 wird das Siebengebirge als erstes Gebiet zusammen mit der Lüneburger Heide unter Naturschutz gestellt.

 

Tourismusachse Eselsweg zum Drachenfels

Königswinter wurde am 25. Februar 1015 erstmalig urkundlich erwähnt. Die Bevölkerung setzte sich überwiegend aus Winzern, Schiffern und Steinhauern zusammen bis im 19. Jahrhundert der Fremdenverkehr zu einem wichtigen Erwerbsbereich wurde. Die expansive Entwicklung der Personenschifffahrt auf dem Rhein seit 1827 erlaubte den Gästen eine bequeme Anreise. Gleichzeitig öffnete sich die Stadt mit der Niederlegung der Stadtmauer in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Rhein. An der Uferpromenade entstanden große Palasthotels, die auf ein zahlungskräftiges Publikum abzielten. Mussten die ersten Touristen noch mühsam zu Fuß oder auf dem Rücken eines Esels den Drachenfels auf alten Steinhauerwegen erklimmen, wurde es einfacher mit dem 1856 gebauten Eselsweg.